Allgemeine Geschäftsbedingung für die Anfertigung von Übersetzungen durch die Übersetzerin 

Fassung vom 10.04.2019

 

§ 1 - Anwendungsbereich

 

(1) Diese Auftragsbedingungen gelten für alle Verträge über die Anfertigung von Übersetzungen, geschlossen zwischen der Übersetzerin Danuta Kowalska-Jaschek, im Weiteren als Auftragnehmerin bzw. Übersetzerin bezeichnet, und ihrem Auftraggeber, soweit nicht etwas anderes ausdrücklich vereinbart oder gesetzlich unabdingbar vorgeschrieben ist.

(2) Allgemeine Geschäftsbedingungen des Auftraggebers sind für die Auftragnehmerin nur verbindlich, wenn sie diese vor bzw. mit dem Vertragsschluss schriftlich anerkannt hat.

 

§ 2 - Anfrage, kostenlose Erstellung des Angebots und umfassende Beratung vor

und nach der Erteilung des Auftrags

 

(1) Wird an die Übersetzerin eine mündliche oder schriftliche Anfrage hinsichtlich der Anfertigung einer Übersetzung gerichtet, so wird der (potenzielle) Auftraggeber zunächst darum gebeten, den zu übersetzenden Text der Übersetzerin per E-Mail zukommen zu lassen, bzw. persönlich vorzulegen, damit der Umfang der Übersetzung begutachtet und die Dauer der Anfertigung der Übersetzung sowie die Honorarhöhe geprüft werden kann. Die Übersetzerin erstellt sodann ein Angebot und übermittelt es dem potenziellen Auftraggeber. Das Angebot ist verbindlich, es sei denn, dass im Rahmen der nachfolgenden Vertragsverhandlungen ein anderes Honorar schriftlich vereinbart wurde. Dies gilt insbesondere für Übersetzungsaufträge von größerem Umfang, für welche Preisnachlässe gewährt werden können.

(2) Die Übersetzerin bietet dem Auftraggeber – vor und nach der Erteilung des Auftrags – umfassende Beratung hinsichtlich des intendierten Übersetzungs-auftrags. Bei Aufträgen von größerem Umfang unterrichtet die Übersetzerin den Auftragnehmer auf seinen Wunsch hin über die Fortschritte bei der Anfertigung der Übersetzung und lässt ihm – auf seinen Wunsch hin - gegebenenfalls vor dem Ablauf der Ausführungsfrist einen Teil des bereits vollendeten Übersetzungsauftrags zukommen. Darüber hinaus berät die Übersetzerin den Auftragnehmer hinsichtlich der Notwendigkeit der vollständigen Übersetzung eines umfangreichen Textes, der in der dem Auftraggeber fremden Sprache verfasst ist.

 

§ 3 - Zustandekommen des Vertrages:

-     Annahme des Angebots der Übersetzerin durch den Auftraggeber bzw.

-     Annahme des Angebots des Auftraggebers durch die Übersetzerin

 

(1) Der Vertrag zwischen der Auftragnehmerin und ihrem Auftraggeber kommt mit der Annahme des Angebots durch den Auftraggeber zustande, die der Auftragnehmerin schriftlich, z.B. per E-Mail zugehen muss. Hierauf wird dem Auftraggeber eine Bestätigung über den Zugang seiner Annahmeerklärung zugesandt.

(2) Wird dagegen ein Angebot auf Vertragsabschluss durch den potenziellen Auftraggeber an die Übersetzerin gerichtet, so kommt der Vertrag dann zustande, wenn dem Auftraggeber die schriftliche Annahmeerklärung der Übersetzerin zugegangen ist, und dieser hierauf der Übersetzerin unverzüglich eine schriftliche Bestätigung (z.B. per E-Mail) über deren Zugang hat zukommen lassen.

 

§ 4 - Umfang des Übersetzungsauftrags, Übergabeform und Zugangsbestätigung

 

(1) Der Auftraggeber erhält die vertraglich vereinbarte Ausfertigung der Übersetzung.

(2) Die Übersetzung wird nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Berufsausübung sorgfältig ausgeführt, und soweit erforderlich unter Heranziehung der allgemein zugänglichen und anerkannten Quellen und Hilfsmittel, die in der translatorischen Tätigkeit verwendet werden. Der Wunsch des Auftraggebers hinsichtlich einer Übersetzung durch bestimmte Begriffe kann nur bei Beachtung der im Satz 1 genannten Grundsätze berücksichtigt werden.

(3) Im Einklang mit der vereinbarten Abgabeart wird die angefertigte Übersetzung per E-Mail, per Post oder persönlich am Erfüllungsort, d.h. am Sitz der Auftragnehmerin, an den Auftraggeber geliefert. Der Auftraggeber hat den Zugang der angefertigten Übersetzung schriftlich zu bestätigten. Hierbei reicht i. d. R. auch eine Übermittlung der Zugangsbestätigung über E-Mail oder Telefax aus.

 

§ 5 - Mitwirkungs-, Informations- und Aufklärungspflichten des Auftraggebers, Hinweise bezgl. Übersetzungen, die für den Druck bestimmt sind

 

(1) Der Auftraggeber hat die Auftraggeberin rechtzeitig über den Verwendungszweck (z.B. als zukünftiges Druck-Erzeugnis) sowie über die Ausführungsform der Übersetzung, z.B. Lieferung per E-Mail bzw. auf Datenträgern, Anzahl der Ausfertigungen bzw. Kopien, Druckreife, Format und sonstige grafische Gestaltung der Übersetzung zu unterrichten.

(2) Ist die Übersetzung für den Druck bestimmt und wurden vom Auftraggeber oder einem von ihm ermächtigten Dritten Änderungen in der Übersetzung vorgenommen, so überlässt der Auftraggeber der Übersetzerin einen Korrekturabzug rechtzeitig vor Drucklegung, damit die Übersetzerin die Übersetzung auf eventuelle Fehler, die gegebenenfalls durch den Eingriff des Auftraggebers bzw. Dritter entstanden sind, überprüfen kann. Die Vergütung für diese Korrekturen wird im Rahmen des Vertragsschlusses vereinbart.

(3) Informationen und Unterlagen, die zur Erstellung der Übersetzung notwendig sind, stellt der Auftraggeber der Auftragnehmerin mit – oder rechtzeitig nach - der Erteilung des Auftrags zur Verfügung (z.B. Terminologie des Auftraggebers, Abbildungen, Zeichnungen, Tabellen, Abkürzungen, u. ä.).

(4) Etwaige Mängel der Übersetzung sowie Verzögerungen bei der Abgabe der Übersetzung, die sich aus der Nichterfüllung der zuvor genannten Pflichten des Auftraggebers ergeben, gehen nicht zu Lasten der Auftragnehmerin.

(5) Der Auftraggeber übernimmt die Haftung für die Rechte an einem Text bzw. für die Rechte an der Anfertigung der Übersetzung. Von entsprechenden Ansprüchen Dritter stellt er die Auftragnehmerin frei.

 

§ 6 - Rechte des Auftraggebers bei etwaigen Mängeln

 

(1) Die Auftragnehmerin behält sich das Recht auf Mängelbeseitigung vor. Der Auftraggeber hat zunächst nur Anspruch auf Beseitigung von Mängeln, die gegebenenfalls in der Übersetzung enthalten sein sollen; sie sind schriftlich und mit einer kurzen Begründung anzugeben.

(2) Der Auftraggeber kann nur dann die Herabsetzung der Vergütung verlangen oder vom Vertrag zurücktreten, wenn es sich um objektiv feststellbare Mängel handelt und die Auftragnehmerin diese in einer angemessenen Frist nicht beseitigt hatte.

 

§ 7 - Haftung

 

(1) Der Übersetzer haftet bei grober Fahrlässigkeit und Vorsatz. Nicht als grobe Fahrlässigkeit einzustufen sind Schäden, die durch die von der Übersetzerin nicht zu vertretenen Computerausfälle und Übertragungsstörungen bei E-Mail-Versendung bzw. durch Virenangriffe verursacht worden sind. Die Übersetzerin trifft durch Anti-Virus-Software hiergegen Vorkehrungen. Die Haftung bei leichter Fahrlässigkeit gilt ausschließlich im Falle der Verletzung von Hauptvertragspflichten und wird auf 5.000 EUR (in Worten: fünftausend Euro) begrenzt.

(3) Ansprüche des Auftraggebers gegen die Übersetzerin wegen Mängel der Übersetzung (vgl. § 634a BGB) verjähren in einem Jahr vom Zeitpunkt der Abgabe der Übersetzung.

 

§ 8 - Berufsgeheimnis

 

Die Auftragnehmerin verpflichtet sich, Stillschweigen über alle Tatsachen zu bewahren, die ihr im Zusammenhang mit der Tätigkeit für den Auftraggeber bekannt werden. Dies gilt auch für ihre Mitarbeiter bzw. die zur Ausführung des Auftrags herangezogenen fachkundigen Dritte (s. § 9 der vorliegenden AGB).

 

§ 9 - Mitwirkung Dritter

 

Die Auftragnehmerin ist berechtigt, zur Ausführung des Auftrags Mitarbeiter oder fachkundige Dritte heranzuziehen.

 

§ 10 - Vergütung, Zahlungsart und -frist, Ersatz von Aufwendungen

 

(1) Die Zahlungsart und die Zahlungsfrist werden mit dem jeweiligen Auftraggeber individuell vereinbart. In Ermangelung einer solchen Vereinbarung sind die Rechnungen der Auftragnehmerin nach Abgabe der Übersetzung an den Auftraggeber ohne Abzug innerhalb von 14 Tagen nach Zugang der Rechnungen auf das darin genannte Bankkonto der Auftragnehmerin zu überweisen.

(2) Die Auftragnehmerin kann bei umfangreichen Übersetzungen eine angemessene Anzahlung verlangen.

(3) Die Auftragnehmerin kann auch mit dem Auftraggeber schriftlich die Vorauszahlung des vollständigen Honorars oder Zahlung Zug-um-Zug vereinbaren.

(4) Verlangt der Auftraggeber zusätzliche Ausdrucke (Mehrfachausfertigung) bzw. Kopien der angefertigten Übersetzung, so werden für den Ersatz dieser Aufwendungen - zusätzlich zu der vereinbarten Vergütung für die Anfertigung der Übersetzung - Kosten in Anlehnung an das Justizvergütungs- und Entschädigungsgesetzes (s. § 7 JVEG) in der jeweiligen geltenden Fassung berechnet.

(5) Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.

(6) Die Übersetzerin hat neben dem vereinbarten Honorar Anspruch auf die Erstattung der tatsächlich angefallenen und mit dem Auftraggeber abgestimmten Aufwendungen. § 8 Abs. 4 dieser AGB bleibt davon unberührt. In allen Fällen wird die Mehrwertsteuer, soweit gesetzlich notwendig, zusätzlich berechnet.

(7) Ist die Höhe des Honorars nicht vereinbart, so gilt entsprechend eine Vergütung nach den jeweils geltenden Sätzen des Justizvergütungs- und

-entschädigungsgesetzes (JVEG) als vereinbart.

 

§ 11 - Eigentumsvorbehalt und Urheberrecht

 

(1) Die Übersetzung bleibt bis zur vollständigen Bezahlung Eigentum der Auftragnehmerin. Bis dahin hat der Auftraggeber kein Nutzungsrecht.

(2) Die Auftragnehmerin behält sich ein gegebenenfalls entstandenes Urheberrecht vor.

 

§ 12 - Rücktrittsrecht

 

Soweit die Erteilung des Übersetzungsauftrags darauf beruht, dass die Auftragnehmerin – Frau Danuta Kowalska-Jaschek die Anfertigung von Übersetzungen auf ihrer Homepage im Internet angeboten hat, verzichtet der Auftraggeber auf sein möglicherweise bestehendes Widerrufsrecht für den Fall, dass die Auftragnehmerin mit der Übersetzungsarbeit bereits begonnen hat.

 

§ 13 - Erfüllungsort

 

Erfüllungsort ist der Wohnsitz der Auftragnehmerin.

 

§ 14 - Anwendbares Recht und Gerichtsstand

 

(1) Für den Auftrag und alle sich daraus ergebenden Ansprüche gilt deutsches Recht.

(2) Als Gerichtsstand wird der Erfüllungsort vereinbart.

 

§ 15 - Vertragssprache

 

Die Vertragssprache ist Deutsch bzw. Polnisch. Bei Verträgen mit Verbrauchern gelten die einschlägigen Rechtsvorschriften.

 

§ 16 - Salvatorische Klausel

 

Die Wirksamkeit dieser Auftragsbedingungen wird durch die Nichtigkeit oder Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen nicht berührt. Die unwirksame Bestimmung ist durch eine gültige zu ersetzen, die dem angestrebten Zweck möglichst nahekommt.

 

§ 17 - Änderungen und Ergänzungen

 

Änderungen und Ergänzungen dieser AGB sind nur gültig, wenn sie schriftlich vereinbart worden sind. Dies gilt auch für die Änderung des Schriftformerfordernisses selbst.